Am 11. Oktober 2005 entstand bei dem Bau den Kanalüberführung Lippe zwischen Datteln und Olfen ein Leck. Die Ursachen sind noch unklar. Die Spekulationen sind weitreichend. Innerhalb weniger Stunden entluden sich den 1,3 Millionen m³ Wasser in die zum Glück in unmittelbarer Nähe liegende Lippe.Flußabwärts gab es Hochwasseralarm und erste Evakuierungen, der Wasserstand stieg aber nicht über den Wert eines durchschnittlichen Winterhochwassers. In Datteln und Lüdinghausen wurden die Sperrtore abgelassen, so konnte schlimmeres verhindert werden. Die Befürchtungen, das Lüdinghäuser Tor aus den 30er Jahren könnte den ungeheuren Druck nicht standhalten bewahrheiteten sich zum Glück nicht. Der Kanal ist auf eine Länge von 8 km vollständig leergelaufen und auf Wochen nicht passierbar.

Das Vorher - Nachher Bild

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Der Dortmund-Ems-Kanal (Abkürzung DEK) ist ein 265 Kilometer langer Kanal zwischen dem Dortmunder Stadthafen und Emden. Der künstlich gebaute Südteil des Kanals endet nach 213 km bei der Schleuse Herbrum südwestlich von Papenburg. Von dort führt der Schiffahrtsweg 43 km über den freien Emsstrom bis zur Schleuse Oldersum, wo der Kanal auf einer Strecke von 9 km seine Fortsetzung findet.

 

In der oberen Hälfte erkennt man etwas heller die neue Überführung.Das untere dunkle Teil ist die leergelaufene alte Überführung.Oben links erkennt man die Bruchstelle und die gelben Schlammmassen, die in die Lippe gespült wurden.

Hier schaut man direkt auf die Bruchstelle.

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Der Dortmund-Ems-Kanal wird seit Jahren ausgebaut. Dabei wird die Wasserstraße bei laufendem Betrieb verbreitert und ausgebaggert. Im vergangenen Jahr waren auf dem Kanal 17.000 Schiffe mit einer Ladung von rund 14 Millionen Tonnen unterwegs. Am Dienstag kam der Verkehr auf der Wasserstraße völlig zum Erliegen. Den Binnenschiffern wird empfohlen, den Kanalbereich über die niederländischen Kanäle zu umfahren - eine Umleitung von rund 300 Kilometern. Auch in den kommenden Tagen wird sich daran nichts ändern: Der Kanal bleibt für die Dauer der Bauarbeiten gesperrt.

 

 

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Der Kanal wurde nach siebenjähriger Bauzeit am 11. August 1899 eröffnet. Gründe für den Bau waren die Entlastung der Eisenbahn, die alleine nicht mehr in der Lage war, die Produktion des Ruhrgebiets zu transportieren, sowie die Förderung der Ruhrkohle, die seit den 1880ern Konkurrenz durch englische Importkohle erfuhr. Gleichzeitig benötigte man im Ruhrgebiet aber auch ausländische Erze. Insbesondere die Stahlindustrie des östlichen Ruhrgebiets konnte gegenüber den am Rhein gelegenen Hüttenwerken ihren Standortnachteil verringern.

Das bekannteste Bauwerk des Dortmund-Ems-Kanales ist das Alte Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop, das es den Schiffen ermöglichte, einen Höhenunterschied von 14 Metern zu überwinden. Es war bis 1962 in Betrieb und wurde dann durch ein neues Hebewerk und eine neue Schleuse (1989) ersetzt. Heute ist es ein Standort des Westfälischen Industriemuseums.

Einige Kilometer weiter nördlich erreicht der Kanal die Stadt Datteln, die gleichzeitig an vier Wasserstraßen liegt.

 

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Die Lippe nach der Flut

15.12.2005

Grünes Licht für Binnenschiffer

 

Die gute Nachricht kam früher als erwartet: Um 8.30 Uhr, eine halbe Stunde vor dem angekündigten Termin, schaltete am Donnerstag die Ampel am Sperrtor Olfen auf grünes Licht. Freie Fahrt für die Binnenschiffer auf dem Dortmund- Ems-Kanal - endlich!

Partikulier Karl-Heinz Schröter lässt den Diesel der "Ilona" an, gibt Gas mit seiner Düngemittel-Fracht. "Für uns Binnenschiffer bedeutete die Kanalsperrung einen Umweg von bis zu drei Tagen. Das kostet viel Zeit und Geld." Jeder Tag schlägt mit rund 500 Euro zu Buche. Lange Liegezeiten und Umwege - das kann in den Ruin führen.

Über 30 Schiffe lagen gestern Morgen vor dem nördlichen Schlieker-Sperrtor bei Olfen in "Lauerstellung", sie durften zuerst den reparierten Kanal passieren. Dann waren zehn Schiffe an der Reihe, die acht Kilometer weiter am südlichen Sperrtor Datteln warteten. Nach rund drei Stunden hatte sich der Stau aufgelöst. Boote des Wasser- und Schifffahrtsamtes Rheine regelten in Zusammenarbeit mit der Wasserschutzpolizei Datteln den anlaufenden Schiffsverkehr.

Von Montag bis Mittwoch wurde das leer gelaufene Kanalstück mit 1,5 Mio Kubikmeter Wasser gefüllt. Alle Bauwerke in der Strecke Schlieker-Datteln standen 24 Stunden unter vollem Wasserdruck, um die Sicherheit der Anlagen zu überprüfen.

"Es gab keine Auffälligkeiten, so dass die Prüfstatiker ihre Arbeit abschließen und die Bauwerke abgenommen werden konnten", erklärt Günter Nogatz. Der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Rheine kann damit in Ruhe morgen seinen 63. Geburtstag feiern.

Aufsichtsboote des WSA Rheine hatten zusätzlich farbige Fahrwassertonnen ausgelegt, die den Verkehr, insbesondere im Bereich der Lippe-Baustelle, lenken sollen. Dort war vor über zwei Monaten, am 11. Oktober, der Damm gebrochen. Die Lippebrücke in Vinnum ist ein Nadelöhr, da der Trog nur einspurig befahrbar ist. Im Mai oder Juni 2006 soll der daneben liegende Brückenneubau in Betrieb gehen, die alte Kanalbrücke wird dann abgerissen und durch einen Neubau ersetzt - dann stehen zwei Fahrrinnen über den Fluss zur Verfügung.

Dabei wird hoffentlich alles glatt laufen.

Quelle: WAZ.de

 

Naja, Ruhe war danach nicht wirklich.......

Dortmund-Ems-Kanal bleibt bis April gesperrt 

16.03.2006

 

Olfen. Erneute Hiobsbotschaft für die Binnenschiffer: Der Dortmund-Ems-Kanal bleibt wegen des Lecks bei Olfen (Kreis Coesfeld) bis mindestens 8. April gesperrt. Das bisher nur um zwei Meter abgesenkte Wasser müsse nun gänzlich abgelassen werden, um Reparaturarbeiten zu ermöglichen, sagte der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Rheine, Günter Nogatz. Bei Bohrungen waren weitere unterirdische Hohlräume entdeckt worden, die nun abgedichtet werden müssten. Mehr als 50 Schiffe liegen fest.

„Das ist ein Schock“, sagte Nogatz. Ursprünglich hatten die Experten vom Wasser- und Schifffahrtsamt gehofft, die Wasserstraße nach einwöchiger Sperrung an diesem Freitag wieder freigeben zu können. Diese Hoffnung hatte sich jedoch schon vor Tagen als trügerisch erwiesen. Dass die Schädigungen jedoch so gravierend sind, sei nicht abzusehen gewesen. Die Ursache für die Lecks ist nach Angaben von Nogatz noch völlig unklar.

Der Dortmund-Ems-Kanal war an gleicher Stelle bereits Ende vergangenen Jahres wegen eines Lecks für mehrere Wochen gesperrt. Wie damals müssen Binnenschiffer nun wieder den tagelangen Umweg über das Ijsselmeer in den Niederlanden in Kauf nehmen. Der Verband der Binnenschiffer hatte damals über Millionenverluste geklagt. Diese Strecke können jedoch auch nur Schiffe nutzen, die nicht länger als 100 Meter und nicht breiter als 9,60 Meter sind. (dpa/sb)

 

07.04.2006

Olfen. Der Dortmund-Ems-Kanal bei Olfen nördlich von Recklinghausen wird am Samstag wieder für die Schifffahrt freigegeben. Dies teilte das Wasser- und Schifffahrtsamt Rheine heute mit. Der Kanal war am vergangenen Freitag auf acht Kilometern trocken gelegt worden, nachdem Wasser ausgetreten war. Aufgrund der Sperrung mussten Binnenschiffer einen Umweg von 350 Kilometern über Kanäle in den Niederlanden fahren. Mindestens 25 Schiffe warten auf beiden Seiten des gesperrten Kanalabschnitts auf die Durchfahrt.

Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) äußerte sich verärgert über die erneute Sperrung der „neuralgischen Strecke“, nachdem der Kanalabschnitt bereits im vergangenen Herbst nach einem Riss in der Kanalwand über zwei Monate gesperrt gewesen war. „Es kann nicht sein, dass im gleichen Bauabschnitt innerhalb von drei Monaten zwei Lecks auftreten“, sagte BDB-Sprecher Jens Schwanen.

Die Staatsanwaltschaft Dortmund ermittelt seit dem Herbst gegen unbekannt wegen gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr und Verursachen einer Überschwemmung. Auf dem Dortmund-Ems-Kanal befördern jährlich etwa 17.000 Schiffe mehr als 13 Millionen Tonnen Güter. (dpa/jw)

29.07.2006    

Die Wanne ist voll - und hält

Baustelle in Vinnum: Neue Lippe-Kanalbrücke mit Wasser gefüllt.

Jetzt läuft die vierwöchige "Beobachtungs- und Korrekturphase"

Ein wichtiges Etappenziel beim Bau der neuen Kanalbrücke über die Lippe ist erreicht: Der 80 Meter lange Trog wurde mit 28 000 Kubikmeter Wasser geflutetet. Der Vorgang dauerte eine Woche.

Die Brücke ist durch Querspundwände und Revisionsverschlüsse noch abgenabelt vom Dortmund-Ems-Kanal. "Derzeit folgt eine rund vierwöchige Beobachtungs- und Korrekturphase", erklärt Jörg Mähder vom Wasserstraßen-Neubauamt Datteln. Je nach Größe und zeitlichem Ablauf von Setzungen und Verschiebungen wird der Trog wieder gelenzt sowie höhen- und lagemäßig ausgerichtet. Auch wird geprüft, ob die Dichtungskonstruktion zwischen dem stählernen Trog und den Betonwiderlagern in Ordnung ist.

Der Trog ist zunächst auf 28 hydraulische Pressen gestützt, um diese Korrekturarbeiten zu ermöglichen. Immerhin wiegt die Stahlkonstruktion 1770 Tonnen, hinzu kommt eine Wasserauflast von 9800 Tonnen. Damit ruht auf Widerlager und Pfeiler eine Gesamtlast von 11 500 Tonnen!

Mähder: "Erst wenn die Beobachtungs- und Korrekturphase erfolgreich beendet ist, werden die endgültigen Brückenlager montiert und die Pressen abgelassen."

Anschließend werden die Querspundwände abgebaut und die Brücke damit an den Kanal angeschlossen. Das WNA schätzt, dass etwa im September/Oktober die ersten Schiffe über die neue Brücke fahren können - das erfolgt weiterhin eingeschränkt wechselseitig.

Denn im zweiten Bauabschnitt wird die 70 Jahre alte Kanalbrücke vom DEK abgetrennt, trockengelegt und abgerissen. In rund zweijähriger Bauzeit wird dort dann ein zweites Brückenbauwerk entstehen. Im Endzustand gibt es für beide Fahrtrichtungen uneingeschränkt jeweils eine Brücke.

Quelle: WAZ.de


Der Dortmund-Ems Kanal - Geschichte & Daten

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