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Es war einmal........

Ich bin im Ruhrgebiet fast unter einem Förderturm geboren. Die ganze Gegend war staubig. Meine Opa war Bergmann, mein Vater ebenfalls viele Jahre und auch ich habe viele Jahre auf dem "Pütt" verbracht. Und ich bin stolz drauf.

Wenn ich als Kind auf der Birke in unserem Garten saß, konnte ich das Förderrad der Zeche auf unserer Straße, der Zechenstraße, sehen. Ich bin traurig das meine Kinder das alles nicht mehr erleben dürfen.  Von einer qualifizierten Ausbildung mit Arbeitsplatzgarantie einmal ganz abgesehen. Für alle die, denen es genauso geht oder die auch einfach nur Interesse haben, habe ich diese 3 Seiten gemacht.

Fotos aus dem Ruhrbergbau

Hier habe ich von 1982 - 1985 meine Ausbildung zum Bergmechaniker gemacht, Min.Achenbach 1/2 in Lünen, mittlerweile durch die Bundesregierung wegrationalisiert.

 

Bergwerk Min Achenbach 1/2  Grundausbildung Metall, teilw. Lehrrevier

Bergwerk Min Achenbach Schacht 4. Lehrstollen über Tage und Lehrbergwerk unter Tage, 4. Sohle, Revier 29

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So wie rechts siehts heute aus. Der Designkünstler Luigi Colani hat zugeschlagen.

Steinkohlenbergbau in Deutschland

In Deutschland ist das Unternehmen "Deutsche Steinkohle AG" (DSK), eine Tochterfirma der "RAG", für den Betrieb der deutschen Steinkohlenbergwerke zuständig. Die DSK unterhält derzeit noch 9 Zechen vor allem im Ruhrgebiet und im Saarland:

 

Bergwerk Stadt / Verbund jährlicher Abbau Mitarbeiter geplante Schließung
Gesamt   25,6 Mio. t 31.200  
"Auguste Victoria/ Blumenthal" Verbund von "Auguste Victoria", Marl  und "Blumenthal/Haard", Haltern 3,3 Mio. t 4.200  
"Anthrazit Ibbenbüren GmbH" Ibbenbüren 1,8 Mio. t 2.650  
"West" Verbund von "Friedrich Heinrich/Rheinland", Kamp-Lintfort und "Rossenray", Rheinberg 3,3 Mio. t 3.800  
"Lippe" Verbund von "Westerholt", Gelsenkirchen und "Fürst Leopold", Dorsten 2,0 Mio. t 2.900 2010
"Lohberg/Osterfeld" Verbund von "Lohberg", Dinslaken und "Osterfeld", Oberhausen 2,0 Mio. t 2.900 2006
"Ost" Verbund von "Monopol", Hamm und "Heinrich Robert", Hamm 2,4 Mio. t 3.300  
"Prosper-Haniel" Verbund von "Prosper", Bottrop und "Franz Haniel", Bottrop 3,8 Mio. t 4.150  
"Saar" Verbund von "Warndt/Luisenthal" und "Ensdorf" 5,0 Mio. t 4.900 Standort "Warndt/Luisenthal" 2006
"Walsum" Duisburg 2,2 Mio. t 3.000 2009

 

Der Steinkohlenbergbau ist ist in Deutschland seit langem ein kontrovers diskutiertes Thema. Interessen von Bergbau, Bergleuten, Gewerkschaften, Steuerzahlern, Bergbauzulieferern, Bergbau-nahen Unternehmen, Anwohnern, von Bergschäden Betroffenen sowie von Konkurenten auf dem Energiemarkt stoßen aufeinander und sehen den Steinkohlebergbau aus unterschiedlichen Perspektiven.

 

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Hier mit meinem Vater  (1988 , VSM Radbod)

Subventionen

Die RAG/DSK erhalten für den Steinkohlenbergbau in Deutschland etwa 2,6 Millarden € pro Jahr (2003) Subventionen vom Bund. Rechnet man dies auf die etwa 30.000 Beschäftigen der Deutsche Steinkohle AG um, wird jeder Arbeitsplatz im Steinkohlebergbau mit über 40.000 € pro Jahr (2003) subventioniert.

            

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Unterstützer des Bergbaus rechtfertigen die Subventionen vor allem mit der Unabhängigkeit der Energieversorgung und der so gewährleisteten Energiesicherheit. Die weltweiten Reserven der übrigen fossilen Brennstoffe, vor allem Erdöl und Erdgas, sind stark begrenzt und befinden sich zum Teil in politisch unsicheren Regionen.

Zeche Erin Schacht 3  Castrop-Rauxel

Kritiker der Subventionen entgegnen, dass gerade die Steinkohle in politisch stabilen Staaten (z.B. USA, Australien) sehr kostengünstig (zum Teil im Tagebau) abgebaut werden kann. Weiterhin kommt der Sachverständigenrat Wirtschaft in seinem Jahresgutachten 2003/2004 zu dem Ergebnis, dass die Einstellung der Steinkohlenförderung in Deutschland die Sicherheit der Energieversorgung nicht gefährdet.

Ein weiteres häufiges Argument der Befürworter von Bergbausubventionen ist die wirtschaftliche Bedeutung des Steinkohlebergbaus für die Region: Die Bergwerke finanzieren über Verträge und Aufträge (Material, Maschinen, Transporte, Reparaturen etc.) auch Firmen in ihrer Umgebung und sind in einer strukturschwachen Region ein großer Ausbilder und Arbeitgeber.

Gegner erwidern hier, dass die Subventionen selbst das entstehen neuer Wirtschaftszweige hemmen, da sie den natürlichen ökonomischen Prozess aufhalten.

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Bergsenkungen

Durch den Abbau der Kohle entstehen unter Tage Hohlräume. Wenn das Deckgebirge sich absenkt, nennt man dies Bergsenkung. An der Oberfläche spürt man diese entweder überhaupt nicht, oder durch leichte Erschütterungen. Schwerere Erschütterungen und Tageseinbrüche sind hingegen äußerst selten. Wenn doch, wie zur Zeit am Niederrhein, wird es richtig teuer.

 

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Allerdings kann es regional zu erheblichen Schadenssituationen kommen, die mit den Bergsenkungen und den geologischen Bedingungen zusammen hängen.

Bei Bergsenkungen treten auch Bergschäden auf. Meist treten diese Bergschäden an Gebäuden auf, diese werden in der Regel von der DSK Abteilung Schadensregulierung bezahlt.

Durch den Abbau kann es jedoch auch zu Bergsenkungen von Flüssen kommen, dann liegt mitunter eine Schräglage des Flussbettes stromaufwärts vor. Vor allem durch den Abbau des Bergwerkes "Walsum" in Duisburg-Walsum kommt es zu solchen Problemen unter dem Rhein.

Museen

Im  Deutschen Bergbaumuseum in Bochum  kann man ein Schaubergwerk besichtigen, das vom Förderturm bis zu den untertägigen Anlagen aus Originalstücken aufgebaut ist.

 

 

Weblinks 

    Abenteuer Ruhrpott

 

     
 
Impressionen unter Tage  ( vergrößerbar)
 
           
           

         

 

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Steinkohlebergbau aus der freien Enzyklopädie Wikipedia  und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren  verfügbar.

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Hintergrundbild : pixelio.de   ‚© Dieter Schütz / PIXELIO'